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Aktuelle Sicherheitspolitik im Sozialkundeunterricht

Jugendoffizier Hauptmann Jonas Heim informierte die Schülerinnen und Schüler der 10b zum Thema "Vernetzte Sicherheit".

Aufgabe des Jugendoffiziers ist es im Rahmen des Geschichts- und Sozialkundeunterrichts die sicherheitspolitischen Themen, die im Unterricht im Vorfeld besprochen wurden, zu vertiefen und über die Bundeswehr als Verfassungsorgan zu informieren. Es ist eine Besonderheit, dass in Deutschland der Bundestag über die Einsätze der Bundeswehr entscheidet und sich die Soldaten als "Staatsbürger in Uniform".

Ausgehend von der Frage, welche Sicherheitsbedrohungen es gibt, die sich auch auf die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern auswirken können, wurden die größten aktuellen Risiken erarbeitet: Gefahren für Leib und Leben, wirtschaftliche Risiken, Störungen der Versorgung und Kommunikation und Anschläge durch Terroristen.

Eine weitere Herausforderung ist das Thema Flucht und Migration: 65,3 Millionen Menschen sind laut UN-Flüchtlingsorganisation im Jahr 2015 auf der Flucht gewesen. Die Gründe dafür sind vielfältig und wurden von den Schülern erarbeitet, z. B. Krieg, Hunger, Verfolgung und Staatszerfall. Des Weiteren wurden die Merkmale des Staatszerfalls besprochen. Das aktuell instabilste Land der Erde ist übrigens Somalia (laut Fragile State Index). Aufgrund der Eskalation der Spannungen in einem bewaffneten Bürgerkrieg hat sich auch der Zerfall Syriens in kürzester Zeit beschleunigt. Der Jugendoffizier veranschaulicht die Folgen: Flüchtlingsströme, unkontrollierte Waffenverbreitung, Anstieg der Kriminalität und Terrorismus. Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass es eine sehr große Herausforderung wird, den Staat Syrien wieder zu stabilisieren.

Sozialkundelehrer Christian Freiburg (M. A. Politikwissenschaft) legte dabei größten Wert auf eine mehrperspektivische und kontroverse Diskussion. "Es ist für die Schüler interessant und lehrreich an einem Expertengespräch in dieser Form zu partizipieren und sich der Bedeutung der Sicherheitspolitik für ihr eigenes Leben bewusst zu werden", sagte Herr Freiburg.

Christian Freiburg

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Interpretation einer Karikatur (Sozialkunde 10 b)

Die Schülerinnen und Schüler sollten diese Karikatur beschreiben und interpretieren.

Miriam Harnischfeger hat die Aufgabe so gelöst: „Eine Frau steht am Rednerpult und wird dabei von einer riesigen Hand, auf welcher Fraktion steht, hinunter gedrückt. Bei der Frau handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Abgeordnete aus dem Bundestag, welche sich auf ihr Mandat beruft. Durch die „Fraktionshand“ wird klar, dass es auf die Fraktionsdisziplin anspielt, welche besagt, dass die Fraktion durch Vorschlag eines Abgeordneten, welcher sich gut über das Thema informiert hat, entweder für oder gegen ein Gesetz abstimmt. Obwohl es nicht verpflichtend ist, steht man meist alleine da gegenüber der Fraktion und wird dadurch unterdrückt. Dies kritisiert der Zeichner und macht sich darüber lustig (Ironie). Außerdem übertreibt er mit der großen Hand und verzerrt somit die Realität. Die Hand steht auch für Gruppenzwang.“

Sabrina Köhler interpretiert dies Karikatur eines Abgeordnete so: „Zu sehen ist eine Person, die an einem Rednerpult von einer Hand gedrückt wird, auf der „Fraktion“ steht und die sagt: „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind allein ihrem Gewissen…“ Ich schätze, dass die Person ein Abgeordneter ist und dass diese Karikatur den Widerspruch zwischen dem was gesagt wird und dem was gemacht wird darstellt. Denn für alle Abgeordneten gilt das „freie Mandat“ das besagt, dass sie nach ihrem Gewissen entscheiden sollen. Aber bei vielen Abstimmungen stimmen die Abgeordneten einer Fraktion so ab, wie es ihnen ein anderer Abgeordneter vorher gesagt hat. Die Abgeordneten sagen also, dass sie nach dem „freien Mandat“ abstimmen, in Wirklichkeit aber von der Fraktion gedrückt werden und so abstimmen wie es diese für richtig hält.“

Christian Freiburg

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